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| Arthur Schnitzler (1862 - 1931) |
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"Literatur" - Lustspiel in einem Akt |
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Kino im Kopf mit Alexander Netschajew |
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„Im Kunstwerk, das aus einer inneren Notwendigkeit heraus geschaffen wurde, glüht ohne Unterlass sonnenhaft die Idee wie ein leuchtend gewordenes Herz; das Machwerk, und wäre es vom höchsten technischen Range, trägt die Idee vor sich her wie ein flackerndes Lämpchen, und es ist meist erloschen, lang vor erreichtem Ziel.“ (Arthur Schnitzler) |
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In dem 1901 verfassten „Lustspiel in einem Akt“ geht es um eben jene Fragen: Wo hört das Kunstwerk auf? Und: Wo fängt das Machwerk an? Die geschiedene, nicht mehr ganz junge Margarete möchte den adeligen Klemens ehelichen, der von ihrer schillernden Persönlichkeit mehr als angetan ist. Allerdings ist er weder für literarische Meister- noch für dichterische Machwerke empfänglich. Umso zweifelhafter sind für ihn die schriftstellerischen Ambitionen seiner Zukünftigen. Als diese ihm eröffnet, dass sie dem Schreiben nicht nur nicht abgeschworen, sondern bereits einen neuen Roman verfasst und in Druck gegeben habe, kommt es zum Eklat – und durch das überraschende Auftauchen von Margaretes früherem Schriftstellerkollegen Amandus Gilbert werden ziemlich schnell die "dramaturgischen Hintergründe" des von ihr verfassten Werkes deutlich: Margarete beschreibt in ihrem Roman nichts Geringeres als ihre intensive (und Klemens natürlich verschwiegene) Affäre mit Gilbert... Ein Feuerwerk der Leidenschaft und Eitelkeit, der Verzweiflung und Heuchelei entsteht – ein wunderbar amüsantes Stück Literatur über „Literatur“...
"Das Gefühlswirrwarr dieser häuslichen Szene brachte Alexander Netschajew in seiner Lesung perfekt zur Geltung. Konnte man ihn im einen Moment als gekränkten Ehrenmann donnern hören, modulierte er seine Stimme im nächsten zur weich tönenden Fistelstimme der beschwichtigenden Geliebten. Wunderbar akzentuiert und mit der ein oder anderen unwillkürlich eingeflochtenen, großen Geste ließ er die verfahrene Situation des Stückes in der Phantasie seiner Zuhörer entstehen und sorgte so für großes Kino im Kopf." (Landsberger Tagblatt, 01.03.2011) |
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